Februar / März 2020

FOTOS: ULRICH PERREY HAMBURGER WIRTSCHAFT 40 Roboterstadt Hamburg? Autonom handelnde Maschinen werden zur treibenden Kraft der Wirtschaftsentwicklung im neuen Jahrzehnt. Treffen wir im Stadtbild bald überall auf Roboter? D ie Speisen sind da, guten Appetit!“, sagt eine schnarrende Automatenstimme. „Entneh- men Sie bitte den Inhalt.“ Die Ansage ent- weicht einem selbstständig zum richtigen Restau- ranttisch gefahrenen Digitalkellner. Im Asia-Res- taurant Kofookoo am Gerhart-Hauptmann-Platz investierte der Inhaber 8000 Euro in einen Roboter, der von Menschen gekochte Speisen zum korrekten Esser befördert. Eine lustige Sache. Vor allem Kin- dern, die gerne mit den Sprachassistenten „Alexa“ von Amazon oder „Siri“ von Apple spielen, sollte das gefallen. Ebenfalls ein bisschen Spielerei, aber auch ein ernsthaftes Forschungsprojekt ist der nur wenige Im asiatischen Restaurant Kofookoo amGerhart-Hauptmann-Platz nehmen die Gäste ihre Speisen seit einiger Zeit von einem rollenden Digitalkellner in Empfang BLINDE ZEILE 100Meter entfernt arbeitende „Paul“. In der Saturn-Filiale in der Mönckebergstraße befragt die vom Fraunhofer Institut entwickelte rollende Maschine seit Ende 2017 Kunden nach ihren Wünschen und führt sie zum entsprechenden Warenregal. Das von Emotionen unterfütterte Gespräch mit dem menschlichen Fachberater ersetzt die etwas träge Spracherkennung des maschinellen Kollegen jedoch nicht. Aufgrund von Wartungsarbeiten und Auswertungen befindet sich „Paul“ derzeit nicht im Einsatz. „Zudem evaluieren wir gerade seinen bis- herigen Markteinsatz, um Erkenntnisse über künf- tige Einsatzgebiete ziehen zu können“, sagt eine Saturn-Unternehmenssprecherin.

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