Februar / März 2020
HAMBURGER WIRTSCHAFT 38 COWORKING -SPACES FOTO: STEFAN BUNGERT Die Handelskam- mer informiert auf ihrer Website über Coworking und seine Vorteile für Unternehmen und Gründer. Dort finden Sie auch die E-Mail- und Internetadressen von Coworking- Spaces, Gründer- zentren und Bu siness-Centern in Hamburg. Die Liste umfasst große Betreiber wie beehive mit mehreren Stand orten in der gan- zen Stadt ebenso wie branchen spezifische Ange bote wie das Karostar-Musik- haus im Schan- zenviertel oder das Areal von FilmFabrique Coworking im Oberhafen. www.hk24.de/ coworking seit 2016 um 50 bis 90 Prozent pro Jahr“, erklärt JLL in einerMarktanalyse aus demHerbst 2019. Oppermann sieht dengrößtenTrendderBranche in ihrer Professionalisierung: „Statt Bällebad, Kicker und bunter Hocker wie in den Anfängen vor zehn, 15 Jahren werden nun Faktoren wie Arbeitssicherheit, Akustik und ergonomische Bestuhlung wichtiger.“ Nicht nur Start-ups und Selbstständige nutzen Die Diele, sondern zu einem Drittel Angestellte, deren Firmen in anderen Städten sitzen. So sparen sich die Mutterhäuser den Aufbau von Dependancen. Neue Projekte in Hamburg „Der Coworking-Markt hat in den vergangenen drei, vier Jahren in Hamburg angezogen. Wir hatten aller- dings auch einiges aufzuholen“, sagt René Meyer von der Hamburger Stadtentwicklungsgesellschaft STEG, die mit dem betahaus das erste Coworking- Projekt in der Hansestadt angeschoben hatte. Berlin liegt laut JLLmit rund 360 000 Quadratmetern ange- mieteter Flex-Fläche bundesweit vorn, Hamburg mit knapp 150 000 Quadratmetern imMittelfeld. „Die Leerstandsquote bei Büroflächen ist der- zeit mit rund drei Prozent sehr niedrig, weshalb auch etablierte Firmen vermehrt nach flexibel zu mietenden Büroflächen suchen“, erklärt Meyer. Traditionelle Unternehmen würden zudem stärker beim Coworking andocken, um Akquise zu betrei- ben und Geschäftsideen zu entwickeln. 32 Coworking-Spaces verzeichnet Coworking- guide.de in Hamburg, von denen rund Dreiviertel zwischen City und Altona liegen. Aber auch amFlug- hafen lassen sich Tische auf Zeit mieten. Und im Nordosten entwickelt die STEG ihr Projekt „Built in Barmbek“. Ab Ende 2020 sollen auf 5300 Quadrat- metern zahlreiche Coworking-Trends Realität wer- den: Das Konzept Coliving richtet sich an digitale Nomaden; bis zu 300 Arbeitsplätze auf Coworking- Flächen, in Tonstudios, Ateliers und Werkstätten sollen ganz unterschiedliche Mieter anziehen. Diese können dann auch einen Maschinenpark, etwa 3-D- Drucker, nutzen – das Ganze ab 150 Euro imMonat. Das Konzept eines solchen Megaspace, wie STEG-Projektleiter Kurt Reinken den Nutzungsmix Managerin Sabela Garcia Cuesta unterstützt und vernetzt Start-ups bei WeWork Labs
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